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Konfliktthema Wohnungsrückgabe: Wer kommt für Schäden auf?

Die Kisten sind gepackt, der Auszug aus der Wohnung steht bevor, oder ist bereits über die Bühne gegangen. Nun gilt es, die Immobilie an den Vermieter oder Hausverwalter zurückzugeben, der im Gegenzug die hinterlegte Kaution auf das Konto des scheidenden Mieters überweist. Das geht allerdings nicht immer reibungslos.

Der Zustand der Wohnung ist beim Auszug häufig ein Streitthema zwischen Vermieter und Mieter. Hier einige Tipps, wie man Auseinandersetzungen vermeiden kann!

Streitpunkt: Ausmalen. Eine der bekanntesten Regelungen im Mietvertrag betrifft das Ausmalen. Über eine Renovierungsklausel sollen Mieter verpflichtet werden, die Wohnung am Ende der Mietdauer komplett ausgemalt an den Vermieter zurückzugeben. Zumindest bei vorformulierten Formularmietverträgen ist eine solche Klausel ungültig – das hat der Oberste Gerichtshof entschieden (Az.: 6 Ob 104/09a). Vorteil für Mieter: Die überwiegende Zahl aller in Österreich geschlossener Mietverträge sind solche Formularmietverträge. Die Alternative zum vorformulierten Mietvertrag kommt nur selten vor, nämlich ein Mietvertrag, den Mieter und Vermieter gemeinsam aufgesetzt haben. Regelt ein solcher Vertrag, dass der Mieter beim Auszug ausmalen muss, muss er tatsächlich zum Farbroller greifen.

Anstrich in dezenter Farbe. In welcher Farbe Mieter ihre Wohnung streichen, dürfen sie sich übrigens selbst aussuchen. Haben sie also eine weiß ausgemalte Wohnung übernommen und diese dann in pastellgrün gestrichen, sind sie beim Auszug nicht verpflichtet, die ursprüngliche Farbe wiederherzustellen. Eine Ausnahme gibt es dann, wenn der Mieter seine Wand in ortsunüblicher Art und Weise gestrichen hat, das wäre etwa bei schwarzen Wänden der Fall. In diesem Fall kann der Mieter verpflichtet werden, beim Auszug für eine dezente Wandfarbe zu sorgen.

Bohrlöcher. Viele Mieter glauben, dass sie zumindest Bohrlöcher zuspachteln müssen. Doch auch hier haben Mieter in der Regel keine besonderen Verpflichtungen. Normalgroße Löcher in der Wand, beispielsweise zum Aufhängen von Schränken oder Bildern, müssen vom Mieter nicht beseitigt werden, sie gehören zur üblichen Abnützung. Anders sieht es nur aus, wenn besonders viele Löcher in der Wand sind. Dies wäre beispielsweise bei über 100 Löchern in zwei kleinen Zimmern der Fall. Eine genaue Regelung, wie viele Löcher jemand bohren darf, bevor er sie wieder verschließen muss, gibt es aber nicht.

Holzboden, Teppich, Fliesen. Fehlen Teile des Holzbodens und waren diese beim Einzug noch vorhanden, müssen diese vor der Wohnungsübergabe ersetzt werden. Das kann etwa bei Holzleisten vorkommen oder bei Teilen von Klicklaminat. Gleiches gilt für Fliesen. Nicht erneuert werden muss ein Boden, wenn er nur normal abgenützt ist, etwa durch Lichteinstrahlung ausgeblichen. Auch bei einem Teppichboden muss der Vermieter normale Abnützungserscheinungen dulden, nicht jedoch grobe Verschmutzungen. Hat ein Mieter beispielsweise regelmäßig Rotwein auf den Teppich verschüttet, könnte ein Vermieter verlangen, dass er ihn reinigen lässt oder ersetzt.

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